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Sevilay wird Ingenieurin - Moumodou wird Altenpfleger


Mittlerweile haben mehr als ein Drittel der deutschen Kinder eine Zuwanderungsgeschichte, d. h. ein Elternteil, beide Eltern oder sie selbst sind nicht in Deutschland geboren. Auf diese Vielfalt können wir stolz sein, doch wir nutzen das Potential nicht ausreichend, um den Fortschritt in Wirtschaft, Kultur und Sozialem nachhaltig zu förden für ein kreatives, dynamisches Deutschland.


Allein in Berlin gibt es über 30 Grundschulen mit einem Anteil von 80 % und mehr an Schülerinnen und Schülern mit "Migrationshintergrund", gleichzeitig gibt es oft eine noch höhere Quote an sozial benachteiligten Familien. Sehr oft fehlen diesen Kindern Vorbilder im eigenen Lebensumfeld, die ihnen am praktischen Beispiel den Zusammenhang von Bildung und sozialem Aufstieg zeigen und ihnen damit vermitteln, dass sich Anstrengung in der Schule lohnt und wichtig ist. Viele Abgänger solcher Schulen werden von Betrieben und Behörden als nicht ausbildungsfähig empfunden.


Wir, der gemeinnützige Perspektiventag e.V., erkennen das Potential, das besonders in diesen sozial benachteiligten Schichten steckt. Wir haben es uns deshalb zur Aufgabe gemacht, solche Vorbilder in die Schulen zu bringen. Dazu organisieren wir zweimal jährlich in 5. und 6. Klassen Unterrichtsbesuche durch sogenannte Perspektivgeber/-innen. Diese Berufs-tätigen mit "Migrationshintergrund" können stolz sein auf das, was sie erreicht haben. Sie erzählen den Schülern ehrenamtlich im Rahmen einer Unterrichtsstunde von ihrem Werdegang und wie sie es geschafft haben, heute einen guten Beruf zu haben. So sind Sie den Kindern ein lebendiges Beispiel dafür, dass sich Leistung lohnt. Damit die Kinder Ihre Vorbilder auch an ihren Arbeitsplätzen erleben können, organisieren wir zudem Gegenbesuche der Schulklassen bei den Perspektivgebern. Bei der Suche nach Perspektivgeber/-innen richten wir uns nach den Wünschen der Kinder. Dadurch entstand z. B. eine Kooperation mit der Berliner Polizei, von der allein 24 Perspektivgeber/-innen bei den Perspektiventagen 2011 und 2012 mitwirkten.



Foto: Kitty Kleist-Heinrich, Der Tagesspiegel